Colasirup

Ihr merkt schon, bei uns ist momentan Sirupzeit. 😉 Heuer habe ich mich zum erstem Mal an Colasirup versucht, nachdem ich einen großen Strauch Eberraute im Garten habe und auf dem Blog von Judith ihr Rezept dazu gelesen habe.

Die Eberraute, oft auch Colastrauch genannt, ist ein Verwandter von Beifuß und Wermut. Neben seinem bitteren Geschmack verfügt der Strauch über ein feines Cola Aroma. Als Heilpflanze stärkt die Eberraute die Verdauungsorgane und die Harnwege, unterstützt bei Husten und Bronchitis und hilft außerdem bei Einschlafstörungen und Frauenleiden. Da er menstruationsfördernd wirkt, sollte man in der Schwangerschaft auf die Verwendung von Eberraute allerdings verzichten.

Meine Eberraute – gerade zurückgeschnitten.

Colasirup

Für den Colasirup verwendet man die Blätter der Eberraute. Je jünger diese sind, desto weniger Bitterstoffe enthalten sie und desto süßer wird der Sirup. Die Blätter werden von den Stielen abgeschnitten – das ist zwar etwas aufwändig, aber man wird mit einem weniger bitteren Sirup belohnt.

Anschließend füllt man ein Einmachglas mit etwa 8 Händenvoll Eberrauteblätter und gibt 4 unbehandelte, klein geschnittene Zitronen dazu. Judith verwendet für ihr Rezept Vanillezucker, ich habe stattdessen das Mark von 2 Vanilleschoten in das Einmachglas dazu gegeben. Danach kocht man 1 Liter Wasser mit 1 Kg Zucker auf und gießt die Flüssigkeit in das Einmachglas dazu. Der Sirup muss nun etwa 5 Tage an einem warmen Ort ziehen. Dabei muss er jeden Tag geschüttelt und das Glas kurz geöffnet werden. Nach 5 Tagen seiht man den Sirup durch ein Tuch ab, kocht ihn nochmal kurz auf und füllt ihn dann heiß in Flaschen ab.

Der Sirup schmeckt lecker nach Cola. Ich habe heuer etwas zu viele „alte“ Blätter erwischt, weshalb der Sirup etwas bitter geworden ist. Ich finde das allerdings nicht unangenehm, er schmeckt trotzdem sehr lecker.

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