Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist nicht nur eine wunderschöne Pflanze mit leuchtenden, orangen, roten oder gelben Blüten, sondern sie ist auch reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Neben ihrem hohen Vitamin C Gehalt enthält sie auch Senfölglycoside. Untersuchungen zeigen, dass diese Pflanzenstoffe unter anderem antimikrobielle Eigenschaften besitzen können.
Kapuzinerkresse als Heilpflanze
Kapuzinerkresse hat einen festen Platz in der traditionellen Pflanzenheilkunde. Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg kürte sie zur Arzneipflanze des Jahres 2013.
Kapuzinerkresse und Meerrettich – ein Duo mit Tradition
Kapuzinerkresse und Meerrettich enthalten Senfölglycoside und werden in der Pflanzenheilkunde traditionell miteinander kombiniert. Sie waren früher in manchen Regionen unter dem Namen „Bauernantibiotikum“ bekannt. Heute sind auch standardisierte Fertigpräparate mit definierten Pflanzeninhaltsstoffen erhältlich, diese wurden wissenschaftlich geprüft und untersucht.
Die Zutaten:
Die folgende Tinktur ist eine traditionelle, selbst hergestellte Kräuterzubereitung:
- 1/2 Glas frische Blätter und Blüten von der Kapuzinerkresse
- 4-5 cm Kren- bzw. Meerrettichwurzel
- Ansatzalkohol mit mindestens 45 vol%
Zubereitung
Die Blätter der Kapuzinerkresse werden klein geschnitten und in ein Schraubglas gefüllt. Blüten lasse ich gern ganz. Die Meerrettichwurzel wird fein geschnitten oder gerieben und ebenfalls in das Glas gefüllt. Danach das Glas mit Alkohol auffüllen. Die Tinktur muss nun 8 Wochen an einem warmen Ort ziehen. Ob ihr sie in der Sonne stehen lasst oder auf ein Regal stellt, macht keinen Unterschied. Danach wird die Tinktur abgeseiht und in dunkle Flaschen gefüllt.
Hinweis:
Dieser Beitrag vermittelt traditionelles Kräuterwissen und beschreibt meine persönliche Herstellungsmethode. Die selbst angesetzte Tinktur ist kein Ersatz für ein zugelassenes Arzneimittel und nicht zur eigenständigen Behandlung einer bakteriellen Infektion bestimmt. Infektionen können eine ärztliche Diagnose und Behandlung erfordern. Lass Beschwerden medizinisch abklären und besprich eine innerliche Anwendung von Kapuzinerkresse oder Meerrettich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Apothekerin beziehungsweise einem Apotheker. Das gilt besonders bei bestehenden Erkrankungen, der Einnahme von Medikamenten, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei einer geplanten Anwendung bei Kindern.
