Johanniskraut

Momentan ist die perfekte Zeit, um Johanniskraut zu Sammeln. Die Blüten sind überall aufgeblüht und können für die Herstellung des heilsamen Johanniskrautöl verwendet werden.

Echtes Johanniskraut

Wichtig beim Sammeln ist, das echte, heilsame Johanniskraut (Hypericum perforatum) zu erwischen. Im Unterschied zu anderen Johanniskrautarten sind bei diesem die Blätter perforiert. Die Bestimmung ist also denkbar simpel – einfach ein Blatt von der Pflanze abzupfen und gegen die Sonne halten. Sind kleine Punkte sichtbar, handelt es sich um das echte Johanniskraut. Dann kann die Pflanze für Heilzwecke verwendet werden.

Heilwirkung

Johanniskraut als Tee ist bei allen Arten von Nervenleiden und Depressionen hilfreich. Es kann erfolgreich gegen Nervosität, Schlaflosigkeit oder Angstzustände eingesetzt werden und lindert Kopfschmerzen und Migräne. Auch bei Magen-Darm Beschwerden hilft das Johanniskraut durch seine leicht entzündungshemmenden Wirkstoffe. Wegen seiner entzündungshemmenden und Krampflösenden Eigenschaften wird es außerdem bei Erkältungen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt.Johanniskrautöl oder -Salbe hat vielfältige Einsatzgebiete. Es heilt Folgen von Verletzungen, wie z.B. Muskelschmerzen, Zerrungen, Quetschungen, infizierte Wunden, Geschwüre oder Stichverletzungen. Außerdem ist es äußerst hilfreich bei leichten Verbrennungen und Sonnenbrand.

Johanniskrauttee

Möchte man einen Tee herstellen, muss man das Kraut einfach nur an einem warmen, trockenen, luftigen Ort trocknen. Dazu einfach zu einem Büschel binden und Kopfüber aufhängen. Wenn man die Möglichkeit hat, kann man auch einen Holzrahmen verwenden, der mit einem feinmaschigen Gitter bespannt ist. Dann kann man Blätter und Blüten vor dem Trocknen abzupfen, damit sich keine Inhaltsstoffe in den Stängel zurückziehen.

Johanniskrautöl und -Salbe

Johanniskrautöl sollte in keiner Hausapotheke fehlen und ist einfach selbst herzustellen. Von frisch geerntetem Johanniskraut werden hauptsächlich die Blüten abgezupft und in einem Glas in Oliven- oder Mandelöl angesetzt. Dabei sollte das Glas gut voll mit Pflanzenmaterial sein und alle Pflanzenteile vollständig mit Öl bedeckt sein. Danach stellt man das Glas für einige Wochen an einen sonnigen Platz und schüttelt es täglich. Wichtig dabei ist, das Glas entweder täglich zu öffnen oder nicht mit einem Deckel, sondern mit einem Tuch zu verschließen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann und das Mazerat (Ölansatz) nicht schimmelt. Nach einiger Zeit wird sich das Öl rot färben, durch den Heilstoff Hypericin, der aus der Pflanze herausgelöst wird. Wenn das Öl schön rot ist, wird es abgefiltert und kühl und dunkel aufbewahrt. So ist es gut 2 Jahre haltbar.Wenn man anschließend eine Salbe herstellen möchte, erhitzt man das Johanniskrautöl mit Bienenwachs in einem Wasserbad (nicht zu heiß, das Wasser darf nicht kochen) – (30 ml Öl und 2 g Bienenwachs). Wenn das Wachs sich vollständig aufgelöst hat, füllt man die Salbe um und lässt sie abkühlen. Dabei wird sie fest.

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