Als Kind hätte ich nie erwartet, die Brennnessel einmal so sehr zu liebe, aber heute hat sie sich zu einer meiner Lieblingspflanzen entwickelt. Sie ist eine wunderbare Heilpflanzen, für die Küche eine wertvolle Ergänzung, und auch im Garten ist sie als Dünger sehr beliebt.
Brennnessel in Küche und traditioneller Naturheilkunde
Die Brennnessel steckt voller Nährstoffe, darunter die Vitamine A, E und C (oft sogar mehr Vitamin C als Zitronen), Magnesium, Kalium, Calcium (bis zu 700 mg pro 100 g), Eisen (häufig mehr als Spinat), Linolsäure, Proteine und vieles mehr. Die enthaltene Kieselsäure unterstützt unsere Haut, Haare und Gelenke.
Naturheilkundlich kennt man sie als stoffwechselanregende Pflanze, sie hat entwässernde Eigenschaften und gilt als natürliche Unterstützung bei der Blutbildung (durch den hohen Eisengehalt). Sie ist in der Frauenheilkunde sehr beliebt, wird aber auch bei Männern traditionell bei Prostataleiden empfohlen – hier kommt die Wurzel der Brennnessel zum Einsatz. Generell wirkt die Brennnessel kräftigend auf unseren Organismus und gilt als sogenanntes Adaptogen.
Grünes Brennnesselsalz für deine Wildkräuterküche
Ich baue die Brennnessel gern vielfältig in meinen Alltag ein. Um sie auch in der kalten Jahreszeit immer verfügbar zu haben, mache ich jetzt im Sommer ein Brennnesselsalz.
Du brauchst:
- 2 Hände voll frischer Brennnessel
- 4-5 Esslöffel Salz
Anleitung:
Die Brennnesselblätter frisch mit Salz verreiben. Dann auf auf Teller oder Backblech streichen und für ein paar Tage trocknen lassen. Anschließend nochmal kurz mörsern damit es wieder fein wird und in ein sauberes Glas füllen.