Die einfachste Möglichkeit, die Inhaltsstoffe der Maiwipferl für die Erkältungszeit zu nutzen, ist einen Honigauszug anzusetzen. Die Kombination mit Honig ist eine wunderbare Alternative zum klassischen Maiwipferlsirup, der mit Zucker als Schichtsirup angesetzt wird.
Die jungen Triebspitzen von Tanne oder Fichte haben in der Naturheilkunde eine lange Tradition und kommen gerne bei Husten und Atemwegsinfekten zum Einsatz. Der Honig bringt ebenfalls wohltuende Eigenschaften für die Erkältungszeit mit sich und ergänzt dieses Hausmittel dadurch ideal.
Für das Rezept verwende ich folgende Zutaten:
- 2-3 Hände frischer Wipferl von Tannen und Fichten
- 500g Waldhonig
Die Wipferl einfach in den Honig geben und für 3-4 Wochen täglich schwenken oder schütteln, damit die Wipferl sich mit dem Honig durchmischen. Für ein optimales Ergebnis kannst du sie mit einem Messer zerkleinern, bevor du sie mit dem Honig verrührst. Die wertvollen Inhaltsstoffe wie z.B. Tannine und ätherischen Öle der Wipferl gehen in den Honig über und kombinieren sich mit der wohltuenden Wirkung des Honig. So habt ihr ein Hausmittel aus der Naturheilkunde zur Hand, das traditionell bei Husten und Erkältungen zum Einsatz kommt.
Die Wipferl könnt ihr übrigens im Honig belassen bis ihr ihn verwendet. Oder ihr fischt sie raus, das ist ganz euch überlassen.

Wichtig:
Bitte nur sammeln was ihr sicher erkennt, die Nadeln der Eibe sind tödlich giftig. Beim Sammeln von Wipferl bitte den Baum/Waldbesitzer vorher fragen und achtsam sammeln, um den Bäumen nicht zu schaden. Man braucht ohnehin nur kleine Mengen. Beim Sammeln der jungen Triebe von Fichte oder Tanne für deine Hausapotheke solltest du außerdem darauf achten, nicht zu viele Wipferl von einem Baum zu sammeln und die vorderen 3 Triebspitzen am Baum zu belassen, um ihn nicht zu schädigen. Denn der Baum braucht diese Triebspitzen natürlich auch selber, um weiter wachsen zu können.
Hinweis:
Diese Zubereitung vermittelt traditionelles Kräuterwissen und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft, Stillzeit oder einer Anwendung bei Kindern bitte vorher ärztlich oder pharmazeutisch beraten lassen.
