Sabine Strassmair beim Ernten im Kräuter-Blumenkasten
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Meine liebsten Kräuter für den Hexengarten

Die Gartensaison steht vor der Tür und ich freue mich jedes Jahr darauf, wieder frische Kräuter aus meinem eigenen Garten sammeln zu können. Um Kräuter und frisches Grün in deinen Alltag einbauen zu können, musst du nicht regelmäßig Kräutersammeln gehen. Auch brauchst du keinen großen Garten, denn viele Kräuter eignen sich auch wunderbar dafür, um sie in Töpfen, Blumenkästen oder Hochbeeten anzupflanzen.

Thymian

Ein wahrer Allrounder. Ich verwende ihn in der Küche als Würzkraut, und auch in meiner Naturapotheke hat er seinen fixen Platz. Seine traditionelle Anwendung bei Husten und Atemwegsinfekten hat sich bewährt und man kann ihn sehr vielseitig zubereiten, sei es als Tee, Sirup, Honigauszug oder im Oxymel.

Zitronenmelisse

Die Zitronenmelisse hat sein Jahren ihren fixen Platz in meinem Garten. Sie fühlt sich sowohl in Beeten als auch in Töpfen sehr wohl. Neben ihrer antiviralen Eigenschaften, die ich mir gerne in der Erkältungszeit oder bei Fieberblasen zu Nutze mache, hat sie auch eine beruhigende Wirkung auf unser Nervensystem. Eine Tasse Zitronenmelissentee am Morgen hilft mir, in herausfordernden Zeiten gut in den Tag zu starten.

Salbei

Ein leckeres Würzkraut für die mediterrane Küche. Auch in der Erkältungszeit ist Salbei einer meiner wichtigsten Helfer. Ich neige zu Halsentzündungen, und habe immer Salbei Tee oder Tinktur auf Vorrat daheim, um mir eine Gurgellösung herstellen zu können. Auch zum Räuchern eignet er sich wunderbar, für eine reinigende und klärende Räucherung.

Minze

Minzen aller Art landen im Frühling und Sommer fast täglich in meinem Wasserkrug. Sie geben Getränken ein frisches Aroma und sorgen an heißen Tagen dafür, dass wir einen kühlen Kopf bewahren. Pfefferminze hat außerdem wohltuende Eigenschaften für unsere Verdauung, und ihr Öl kann bei Kopfschmerzen unterstützen.

Salbei und Johanniskraut im Garten geerntet auf einem Holzbrett

Gundermann

Der Gundermann galt bei den Germanen als magisches Kraut. Man sagte ihm nach, dass ein guter Geist darin wohne. Trug man in der Walpurgisnacht einen Kranz aus Gundermannkraut, sollte es die Fähigkeit verleihen, Hexen erkennen zu können. In meiner Wildkräuterküche verwende ich es sehr gerne, denn ich liebe das feine, würzige Aroma. In der Naturheilkunde schätzt man den Gundermann beispielsweise wegen seiner Bitterstoffe und seiner entzündungshemmenden Eigenschaften.

Kamille

Die echte Kamille ist mit ihrem warmen, fast mütterlichen Duft meine liebste Pflanze bei Verdauungsbeschwerden. Auch in der Erkältungszeit kann sie wunderbar unterstützen. Wild findet man sie kaum, deshalb hole ich sie mir gern in den Garten. Und sie fühlt sich in Töpfen oder Hochbeeten sehr wohl.

Johanniskraut

Johanniskraut unterstützt unsere Nerven und kommt traditionell bei Erschöpfungszuständen und depressiven Verstimmungen zum Einsatz. Es kann speziell in der kalten Jahreszeit unterstützen und wieder mehr Sonne in die Seele bringen. Aber Achtung: es kann mit bestimmten Verhütungsmitteln wechselwirken und deren Wirkung herabsetzen.

Äußerlich kommt es gerne zur Wund- oder Narbenpflege zum Einsatz.

Ringelblume

Die Ringelblume gedeiht wunderbar in Beeten oder Töpfen. Diese einjährige Pflanze ist eine hoch geschätzte Komponente in der Haut- und Wundpflege. Sie hat entzündungshemmende Eigenschaften und kommt traditionell als Wundsalbe zum Einsatz. Als Tee kann man sie ebenfalls anwenden, beispielsweise bei Erkältungen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Diese und noch viele weitere wunderbare Kräuter können auch in deinem Hexengarten Platz finden – ganz egal ob du einen großen Garten zur Verfügung hast, in einem kleinen Garten oder auf einem Balkon gärtnerst. Viele weitere Ideen, Beet Vorschläge und Anregungen findest du auch in meinem Buch „Die Magie der Natur – Hexenkräuter im Hochbeet“.

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